Verfahrenstechnik

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In Brauereien besteht an vielen Stellen Bedarf an Durchflussmessern und -reglern zur Überwachung von Gasströmen.

Einer der Einsatzfälle ist die Beschleierung von Lagertanks mit Stickstoff. Die Stickstoffbeschleierung des Bieres nach der Fermentation dient dazu, Luft und damit Sauerstoff von Bier fernzuhalten.

Einer der besonderen Einsatzfälle ist das Eindüsen von Luft oder gar reinem Sauerstoff in die strömende Würze. Zunächst wird die Würze auf ca. 100°C erhitzt. Dies dient u.a. zur Sterilisation und zur Aufkonzentrierung. Danach befindet sich nur ein geringer Sauerstoffrest in der Würze. Zur Fermentierung aber wird mehr Sauerstoff benötigt. In der Regel wird dazu dann Luft in die strömende Würze eindosiert, und zwar mit Hilfe eines Schwebekörper-Durchflussmessers und einem Nadelventil. Diese Dosierung ist jedoch recht ungenau.

Der zudosierte Sauerstoffanteil ist jedoch sehr wichtig für die Qualität des Bieres. Zuviel Sauerstoff in der Würze während der Fermentation läßt zuviel SO2 entstehen, was beim Konsumenten letztendlich für einen verstärkten „Kater" sorgt. Auf der anderen Seite werden durch den erhöhten Sauerstoffanteil entsprechend viele der gewünschten Geschmacksstoffe (bspw. Ester) produziert. Bei zu wenig Sauerstoff werden also zu wenig dieser Geschmacksstoffe produziert. Eine genaue Dosierung der richtigen Sauerstoffmenge ist also für die Qualität eines Bieres von großer Wichtigkeit.

 

In der Regel wird beim Umpumpen der Würze diesem Würzestrom die benötigte Luft- oder Sauerstoffmenge präzise zudosiert. Bei einer Würzemenge von 600 hl/h werden bspw. 600 g/h an Luft eingedüst. Die genaue Luft- bzw. Sauerstoffmenge wird im Verhältnis zur Würzemenge geregelt. Dabei wird die Würze mittels eines magnetisch induktiven Durchflussmessers erfasst und die Luft- bzw. Sauerstoffmenge mit einem thermischen Massedurchflussregler Modell 840 geregelt.

Eine Überwachung des Sauerstoffanteils mit einem O2-Analysator hat sich als zu empfindlich erwiesen, und als Führungsgröße zur Ansteuerung des Massedurchflussreglers war diese Einrichtung zu langsam. Der Sauerstoffanalysator kann hier allerdings zur Endüberwachung des Sauerstoffanteils dienen.

In Brauereien finden die angesprochenen Massedurchflussmesser und -regler auch Anwendungen für andere Gase als Stickstoff, Luft und Sauerstoff. Je nach Betrieb kann auch die Messung und Regelung von Argon und CO2 von Interesse sein.

Vorteile unserer Thermischen Durchflussmesser und -regler sind die schnelle Ansprechzeit, die hohe Präzision und besonders die service- und wartungsfreundliche Ausführung „Side Trak", die für den Betreiber extrem niedrige Betriebskosten bedeuten.

Diese thermischen Massedurchflussmesser und -regler sind für Durchsatzmengen von 0-3 Ncm³/min. bis hin zu 5600 Nl/min. lieferbar.

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